Keltisches Fürstengrab Hatten

End-Hallstattzeit
Saal 6
Chaudron, tombe de Hatten, vers 500 avant J.-C., Photo : Musées de la Ville de Strasbourg

 

 

In der Stadt

Dieses keltische Fürstengrab wurde im Juni 1851 bei Grabungen im Wald von Seltz-Hatten entdeckt. Es befand sich unter dem Mittelpunkt eines vier Meter hohen Hügels und enthielt unter anderem Bronzegeschirr für das Totenmahl. Unter den ebenfalls beigegebenen etruskischen Vasen befanden sich zwei Bronzekrüge, sogenannte Oinochoen. Ihre Henkel sind sehr kunstvoll mit einem Raubkatzenkopf und Palmetten verziert. In dem schlecht erhaltenen Bronzekessel mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern wurden Wein und Wasser gemischt. Nach dem dazugehörigen flachen Bronzebecken mit waagerecht angebrachten Henkeln werden alle derartigen Behältnisse als „Gefäße des Hattentyps“ bezeichnet. Die Reste von vier eisernen Radreifen belegen das Vorhandensein eines Bestattungswagens, der vermutlich mit den vier Bronzegusskuppen verziert war. Auch ein zartes Goldband, das möglicherweise zu einer Kopfbedeckung gehörte, lässt darauf schließen, dass es sich um ein reich ausgestattetes Grab handelte.

Alle Forscher, die diese Grabstätte untersucht haben, bestätigten die etruskische Herkunft des Geschirrs. Die Grabstätte wird auf etwa 500 v. Chr. datiert. Aufgrund seiner sehr vielfältigen und kostbaren Beigaben – Wagen, Goldschmuck, Bronzegeschirr – gilt das Grab von Hatten als das bemerkenswerteste Fürstengrab im Elsass.

Chaudron, tombe de Hatten, vers 500 avant J.-C., Photo : Musées de la Ville de Strasbourg
Chaudron, tombe de Hatten, vers 500 avant J.-C., Photo : Musées de la Ville de Strasbourg