Muschelschmuck

Frühneolithikum (Linienbandkeramische Kultur)
Osthoffen-Breuschwickersheim
Saal 3
Parure en spondyle, Osthoffen, Néolithique, Photo : Musées de la Ville de Strasbourg

 

 

In der Stadt

Dieses prächtige Schmuckstück hat vermutlich als Gürtelschließe gedient. Die sieben großen, zylinderförmigen Perlen und der breite Anhänger sind aus Stachelaustern gefertigt, einer in wärmeren Meeren weitverbreiteten Muschelart. Gefunden wurde der Schmuck 1915 in einem Grab im westlich von Straßburg gelegenen Osthoffen. Das noch erhaltene Skelett lag in Hockstellung, die typisch für Grabstätten der linienbandkeramischen Kultur ist (um 3800 v. Chr.). Neben dem Muschelschmuck enthielt das Grab eine hinter dem Kopf des Toten platzierte Feile aus feinem Sandstein zum Schleifen von Gegenständen aus Bein und ein poliertes Steinbeil. Das 630 Gramm schwere Schmuckstück war zweifelsohne ein wichtiges Statussymbol, denn es hatte Seltenheitswert und die Muscheln zu seiner Herstellung mussten von weit her importiert werden.

Parure en spondyle, Osthoffen, Néolithique, Photo : Musées de la Ville de Strasbourg
Parure en spondyle, Osthoffen, Néolithique, Photo : Musées de la Ville de Strasbourg